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Ernährung

Dürfen Hunde Reis fressen? Weißer Reis, Vollkornreis und die richtige Schonkost-Zubereitung

Autor: Simon
AutorSimon
Veröffentlicht18. September 2026
Lesezeit5 Min.
Golden Retriever liegt auf Holzboden und beobachtet seinen vollen Futternapf im hellen Wohnzimmer
Reis gilt als Klassiker der Hunde-Schonkost, doch weißer Reis und Vollkornreis wirken unterschiedlich auf den Magen. Wir erklären die entwässernde Wirkung von Reis und zeigen Schritt für Schritt, wie du ihn richtig weich und ohne Salz kochst.

Reis gehört zu den beliebtesten Hausmitteln, wenn der Magen des Hundes rebelliert. Doch nicht jeder Reis ist gleich, und auch bei der Zubereitung gibt es einiges zu beachten. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Sorte sich am besten für die Schonkost eignet, warum Reis eine entwässernde Wirkung hat und wie du ihn richtig kochst, damit dein Hund optimal davon profitiert.

Dürfen Hunde überhaupt Reis fressen?

Grundsätzlich ist Reis für Hunde gut geeignet. Reis unterstützt durch den hohen Stärkegehalt die gesunde Darmflora des Hundes und ist einfach verdaulich. Zudem ist er glutenfrei, weshalb ihn die meisten Hunde auch bei einer Getreideunverträglichkeit problemlos vertragen. Wichtig ist allerdings, dass er gekocht und niemals roh verfüttert wird, da roh verzehrter Reis vom Hund nur schlecht verdaut werden kann.

Weißer Reis oder Vollkornreis – was ist besser für deinen Hund?

Die beiden Reisarten unterscheiden sich vor allem im Ballaststoffgehalt und in der Verdaulichkeit. Vollkornreis enthält mehr Ballaststoffe und Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Antioxidantien. Er fördert die Verdauung und hält länger satt, ist aber etwas schwerer verdaulich. Für gesunde Hunde mit normaler Verdauung ist er deshalb eine wertvolle Ergänzung, etwa wenn der Darm angeregt oder das Sättigungsgefühl unterstützt werden soll.

Anders sieht es bei einem empfindlichen Magen aus. Weißer Reis ist besonders leicht verdaulich und eignet sich ideal für Hunde mit empfindlichem Magen oder als Schonkost bei Verdauungsproblemen. Da ihm Schale, Keim und Kleie fehlen, muss der Verdauungstrakt weniger Arbeit leisten, was ihn zur ersten Wahl macht, wenn dein Hund unter Durchfall oder Erbrechen leidet.

Auch beim Kochen zeigt sich der Unterschied: Reis sollte für Hunde länger gekocht werden als für Menschen, etwa 20 bis 40 Minuten. Vollkornreis muss im Allgemeinen länger kochen als weißer Reis. Plane bei Vollkornreis also etwas mehr Zeit und Wasser ein.

Golden Retriever sitzt aufmerksam in der Küche und beobachtet, wie sein Besitzer Mehl zubereitet

Ein Golden Retriever sitzt aufmerksam auf dem Küchenboden und beobachtet die Essensvorbereitungen auf der Arbeitsplatte. Das Bild zeigt typisches Verhalten von Hunden, die hofnungsvoll auf Essensreste warten.

Die entwässernde Wirkung von Reis

Ein Effekt wird bei der Fütterung häufig unterschätzt: Reis wirkt entwässernd, gib deinem Vierbeiner daher nur kleine Mengen. Gleichzeitig hat Reis aber auch eine bindende Wirkung im Darm, die bei Durchfall erwünscht ist: die Schonkost Reis mit Putenbrust eignet sich beim Hund vor allem bei Durchfall, da der Reis die Flüssigkeit im Hundedarm bindet.

Diese beiden Effekte, die stuhlfestigende Bindung von Flüssigkeit im Darm und der entwässernde Charakter, sind der Grund, warum Reis bei Durchfall zwar hilfreich ist, aber niemals die einzige Flüssigkeitsquelle deines Hundes sein darf. Vor allem bei Erbrechen und Durchfall ist es wichtig, dass dein Hund den Flüssigkeitsverlust ausgleicht. Achte deshalb während der gesamten Schonkost-Phase darauf, dass frisches, stilles Wasser jederzeit verfügbar ist, und biete es notfalls in kleinen Schlucken aktiv an.

Reis als Schonkost bei Magen-Darm-Problemen

Reis ist ein zentraler Baustein klassischer Schonkost-Rezepte, meist kombiniert mit magerem Fleisch. Reis eignet sich für die Schonkost von Hunden, da der Reis wegen der Ballaststoffe die Verdauung bei Verstopfung anregt, aber auch bei Durchfall leicht verdaulich ist und Flüssigkeit bindet. Kombiniert mit fettarmem Geflügel oder Pute entsteht eine Mahlzeit, die den Verdauungstrakt entlastet, ohne den Hund komplett hungern zu lassen.

Wichtig ist, Schonkost nur zeitlich begrenzt einzusetzen. Schonkost ist nur eine kurzfristige Lösung und sollte daher nicht länger als 5 bis 7 Tage verfüttert werden. Der Grund: Schonkost für Hunde ist besonders verträglich, liefert allerdings nicht alle Nährstoffe, die dein Hund benötigt. Danach solltest du langsam wieder auf das gewohnte Futter umstellen, um Magen und Darm nicht erneut zu überfordern.

So bereitest du Reis für die Hunde-Schonkost richtig zu

Bei der Zubereitung kommt es auf ein paar einfache, aber entscheidende Details an, damit der Reis wirklich schonend wirkt.

  1. Reis vor dem Kochen gründlich waschen, um überschüssige Stärke und mögliche Rückstände zu entfernen.
  2. Weißen Reis mit reichlich Wasser aufsetzen und ohne Salz, Öl oder Gewürze kochen.
  3. Deutlich länger köcheln lassen als für den menschlichen Verzehr üblich, bis die Körner ganz weich und matschig sind.
  4. Bei Vollkornreis entsprechend mehr Zeit und Wasser einplanen, da er von Natur aus fester ist.
  5. Den fertigen Reis vor dem Füttern auf Zimmertemperatur beziehungsweise handwarm abkühlen lassen.
  6. Nur so viel zubereiten, wie dein Hund innerhalb kurzer Zeit frisch verzehrt.

Auf Salz solltest du in jedem Fall komplett verzichten. Reis für Hunde muss immer gut durchgekocht sein und ohne jede Würzung zubereitet werden, denn Salz und Gewürze können die Nieren belasten und den empfindlichen Magen zusätzlich reizen. Serviere den Reis anschließend in kleinen Portionen, die über den Tag verteilt gefüttert werden, damit der Verdauungstrakt nicht erneut überfordert wird.

Aufgewärmter Reis: Vorsicht vor Bakterien

Ein Punkt, der beim Thema Reis oft übersehen wird, ist die Lagerung. Aufgewärmter Reis kann bei Hunden zu Durchfall führen. Verantwortlich dafür ist das Bakterium Bacillus cereus. Um das zu vermeiden, solltest du Reis für deinen Hund immer frisch kochen und Reste nicht einfach nochmal erwärmen und verfüttern. Bereite die benötigte Menge lieber portionsweise neu zu, gerade während der ohnehin sensiblen Schonkost-Phase.

Wann du besser zum Tierarzt gehst

Schonkost mit Reis kann leichte Verdauungsbeschwerden lindern, ersetzt aber keine tierärztliche Untersuchung. Halte länger anhaltenden, wiederkehrenden oder starken Durchfall, Blut im Kot, deutliche Schmerzen, Fieber oder einen schlechten Allgemeinzustand deines Hundes unbedingt für einen Tierarztbesuch fest, da hinter solchen Symptomen ernstere Ursachen stecken können, die durch Reis allein nicht behoben werden.

Fazit

Reis ist ein bewährter Bestandteil der Hunde-Schonkost, sofern er richtig zubereitet wird: weich gekocht, ungesalzen, frisch serviert und nur in kleinen Mengen. Weißer Reis eignet sich dank seiner leichten Verdaulichkeit besonders gut für akute Magen-Darm-Beschwerden, während Vollkornreis mit seinen Ballaststoffen im Alltag die Darmgesundheit unterstützen kann. Behalte dabei immer den Wasserhaushalt deines Hundes im Blick und beobachte genau, wie er auf die Schonkost reagiert.

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